Ein Mann aus Bodenmais ging mit seinen beiden Dobermännern im Wald spazieren, in dem Waldgebiet, wo sich der Riederinfelsen befindet. Plötzlich bemerkte er, dass seine beiden Hunde stehen blieben, in den Wald starrten, die Nackenhaare aufstellten und zu bellen begannen. Als der Mann in dieselbe Richtung sah, bemerkte er eine alte buckelige Frau, die zwischen den drei dort befindlichen Birken stand. Die Frau musste schon sehr alt sein, so gebückt, wie sie dort stand, dachte sich der Mann. Um seine Hunde zu beruhigen, ging er schnell zu ihnen, ohne die Frau aus den Augen zu lassen. Bei den Hunden angekommen, schaute er kurz zu ihnen, um sie an ihren Halsbändern zu halten. Als er wieder zu der alten Frau schaute, war diese spurlos verschwunden, auch die Hunde waren wieder still, als wär nie was gewesen. Seltsam, dachte er sich, wo könnte die Frau so schnell hingekommen sein, es war kein so dichter Wald hier, dass sie sich verstecken konnte, aber sie war nirgends zu sehen. Mit einem seltsamen Gefühl ging der Mann weiter, bis heute kann er sich nicht erklären, wo die Frau hingekommen war, er schaute doch nur für Sekunden zu seinen Hunden runter.
