Der Krampus und die Frau B/Percht

die Unterscheidung zwischen zwei Bräuchen die in der Vergangenheit gemeinsame Wurzeln tragen.

Bis zum 17 Jh. gab es nachweislich keine Unterscheidung zwischen Perchtenlaufen oder Klaubauf (Krampus,Bartl, Ganggerl usw.) laufen. Man vermummte sich in den Tagen des Advents und zog von Haus zu Haus.

In den mittelalterlichen Auflistungen der Dämonen ist auch die Percht enthalten, die im alten Volksglauben in den Rauhnächten umgeht und prüft, straft und belohnt, der man Tische deckt, um gute Ernte und Wohlstand zu erlangen.

Die Obrigkeit hat ab dem 16. Jahrhundert im gesamten Alpengebiet den Namen „Percht“ auf die den Nikolaus begleitenden Teufelsgestalten übertragen und deren wildes Treiben im 17 und 18 Jahrhundert zu unterbinden versucht.

In früheren Zeiten wurden hauptsächlich Tierähnliche Larven oder Fell-Fetzen als Maskierungen für die nächtlichen – sogenannten B/Perchtenläufe verwendet-
die durch viele Jahre des Verbotes und mit hohen Strafen geahndet – nur nachts und Geheim stattfanden.

Die Teufelslarven (belegt seit dem 12.Jhd – bei Kloster
und Passionsspielen) fanden über die Nikolaus – Paradies-Stubenspiele zu den neutral ausgedrückt Mittwinterbräuchen (denn eine Unterscheidung zwischen Klaubauflaufen und B/Perchtenlaufen gab es damals noch nicht..

Auch im Gasteinertal hatte der Klaubauf anfangs mal 2- Hörner und menschliche Gesichtszüge – der Umstand das ab Mitte des 19.Jhd das Gasteinertal einen Aufschwung des Perchtenbrauches erlebte.
Und auch das Verbot von 1732 um 1850
aufgehoben wurde – sowie der Umstand das sich die Ziegenzucht hoher Beliebtheit erfreute (Hörner waren im Überfluss vorhanden), hatte erheblichen Einfluss auf die Ausformung der Maskierungen, auch bei den Schönen:

  • die Kappen wurden immer größer und Prunkvoller
    ( den Höhepunkt stellt die Wildkappe mit über 50 Kilo dar) . Und die Kramperl bekamen
    ein ordentliches Geschirr – je mehr desto besser.

Was das Geläut angeht, die Glocken wurden in früheren Zeiten sowohl schon bei religiösen Riten, oder Bräuchen, als auch als Signalwirkung für die Saumpferde, die Handelswaren von Süden her über die Berge brachten benützt. Durch den Umstand, dass die Glocken im Winter bei viel Schnee vereisten und nicht mehr Klangen wurden Schellen verwendet die den Krampal der damaligen Zeit wegen dem klang gut gefielen und fanden somit Einzug ins Krampus/Perchtenbrauchtum.

Der Versuch optisch eine Unterscheidung zwischen einem Krampus und einen Schiachperchten, anhand der Hörnerpaare, Geläut oder Rute/Pferdeschweif zu ziehen, ist in manchen Regionen wie zb.: OÖ oder auch NÖ sehr tief verankert.

Der Krampus ist mit dem Nikolaus in der Vorweihnachtszeit unterwegs- egal ob mit 6-8 oder nur 2 Hörner, ob Schellen oder Glocken. Der Perchtenzug mit sämtlichen Figuren über Schön oder Schiach ist mit der P/Berchta Unterwegs – ab den Rauhnächten, ab 21.12, besonders in der Nacht von 5 auf 6. Januar.
Und auf keinen Fall vor oder in der nähe des Martinifestes.