Wenn früher die jungen Leute weggehen wollten, wie zum Tanzen, war das anders als wie heute. Es wurde ein paar Mal im Jahr Tanz auf einem Tanzboden (Gaststätte) im Dorf abgehalten, dazu gehörte auch der Maitanz am 1. Mai. Ein junges Mädchen wollte unbedingt dahin, obwohl ihre Eltern dagegen waren, weil am nächsten Tag viel Arbeit auf dem Feld angesagt war. Das Mädchen stritt mit ihrem Vater und sie sagte: „Ich gehe trotzdem und wenn ich mit dem Teufel tanzen muss“. So ging sie zum Tanzen, in der Gaststätte war ein fremder junger sehr hübscher Mann unter den Gästen, den niemand kannte. Alle anderen Mädchen spitzten immer zu dem Mann rüber, der hatte aber nur Augen für die eine. Auch tanzen wollte er nur mit ihr, er war ein begnadeter Tänzer, so tanzten sie den ganzen Abend miteinander. Die anderen Mädchen beobachteten die beiden mit Neid und sahen auch, dass als der Tanzabend zu Ende war, der junge Mann das Mädchen nach Hause begleitete und mit ihr das Lokal verließ. Das Zuhause des Mädchens war eine halbe Stunde zu Fuß vom Dorf entfernt, dort kam sie aber nie mehr an. Am nächsten Tag suchte ihre Familie das Mädchen, sie fanden es am Weg tot, neben einem Stein, liegend. Das Mädchen musste mit solcher Gewalt an diesem Stein erdrückt worden sein, dass die Falten des Rockes sich in den Stein drückten und heute noch in diesem Stein sichtbar sind. War der junge hübsche Mann der Teufel, den sie vorher mit ihrer Lästerei heraufbeschworen hatte?
Der Stein ist heute noch nahe dem Dorf Eigenhof zu sehen. Dieses Dorf liegt zwischen Rimbach und Unterzettling.
